Donnerstag, 22. Oktober 2015

Cowboystiefel - wie sollen die aussehen?

Oft werden Stiefel als #Cowboystiefel benannt, eben weil es  grade so in ist #Westernstiefel zu tragen.
mir kommt es oft so vor  wie in dem Märchen, des Kaisers neue Kleider. Denn dieser Kaiser glaubte auch alles was ihm der Verkäufer ( der Schneider) erzählte.
Das ist für mich mit ein Grund weshalb ich mal eine kleine Sachkunde über Westernstiefel zusammengetragen habe.

Cowboystiefel ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Westernstiefel oder -boots, d.h. für eine
Stiefelform, die als charakteristische Fußbekleidung von Cowboys gilt und modeabhängig auch von anderen Personengruppen beiderlei Geschlechts getragen wird. Cowboystiefel sind Reiterstiefel nach dem Vorbild der englischen Wellington Boots, die wiederum ihren Ursprung in den Militärstiefeln der hessischen Kavallerie des 19. Jahrhunderts haben.

Ein Cowboystiefel, der für die Arbeit eines im Sattel tätigen Cowboys ausgelegt ist, weist folgende Merkmale auf:


  • robuste, rahmengenähte Machart.
  • starkes Rind-Oberleder, um den Fuß und die untere Beinregion auch ohne Chaps vor Dornen und den Hörnern der Rinder zu schützen. Bei der Arbeit am Boden schützt das starke Leder den Fuss vor den Hufen der Tiere.
  • glatte, relativ dünne Ledersohle, um ein besseres Gefühl für die Steigbügel zu haben.
  • konisch zulaufende Schuhspitze, um ein schnelleres "Treffen" und damit schnelleres eintreten in den Steigbügel zu haben.
  • 4–5 cm hoher Absatz, der ein Durchrutschen durch den Steigbügel und die damit verbundene Gefahr des Hängenbleibens im Steigbügel verhindert.
  • Absatz hinten abgeschrägt, wodurch der Absatz bei der Arbeit am Boden weniger leicht abgerissen wird.
  • Kante am Schaft hinter der Ferse (alternativ, aber selten: 360° Rahmen), die als Auflagefläche für die (locker geschnallten) Sporen dient.
  • die Schafthöhe ist variabel und richtet sich nach dem Geschmack des Trägers.
  • der Schaft ist häufig mit Ziernähten versehen, die auch formstabilisierend wirken.
  • Sogenannte „Working“-Stiefel mit kürzerem Schaft und breiten Absätzen, oft mit einer Gummi(profil)sohle, werden heute für Arbeiten auf den Ranches getragen bei denen kein Pferd notwendig ist (Zaunkontrollen mit dem Truck u.ä.)


Im Rahmen des Westernreitturniersports und speziell des Rodeoreitens haben sich verstärkt andere Stiefelvarianten gebildet, wie z.B. den "Ropingboots" welche mit dem eigentlichen Cowboystiefel nur noch am Rande zu tun haben.

Getragen werden Cowboystiefel in der Regel unter den Hosen, um das Eindringen von Staub in den Schaft zu verhindern. Die Beine der Jeans dürfen darum nicht zu eng geschnitten sein (sogenannter „boot cut“). Besonders in Kalifornien werden hochschäftige Stiefel wie der abgebildete aber gerne auch über den Jeans zur Schau getragen (Oft sind diese aufwändig verziert, unter Verwendung von exotischen auffälligen Lederarten (z.B. Reptil) produziert und entsprechend teuer).
Quelle: wikipedia

Es gibt noch viel zu sagen zu solchen Stiefeln:
Frag' einen alten Cowboy, warum Cowboys so wenig laufen. Er wird wahrscheinlich antworten: "Wenn Gott nicht gewollt hätte, dass der Mensch ein Pferd benutzt, so hätte er ihn nicht am Unterkörper geteilt und zwei Beine gegeben, die in Cowboystiefel passen."

Bis in die sechziger Jahre des 17. Jahrhunderts bezeichnete man Cowboystiefel meistens als Work-Boots. Sie hatten Schäfte, die zum Schutz bis über die Knie reichten und waren meist aus schwarzem Leder genäht mit flachen Absätzen und mit dicker Sohle. Die Steigbügel der Arbeitssättel waren meist sehr breit und aus Holz gefertigt. So dass die ersten Work-Boots noch keine typische Spitze hatten.

Die meisten Work-Boots waren handgearbeitete Einzelstücke, die individuell für ihre Träger gefertigt wurden.  

Als in den siebziger Jahren die Steigbügel schmaler wurden, hatte dies auch Einfluss auf die Stiefel. Die Stiefel wurden spitzer und bekamen eine hohe Sohle. Die Vorteile lagen darin, dass man durch die geformte Spitze der Stiefel besser in die Steigbügel schlüpfen konnte und durch die hohen Absätze besseren Halt hatte.  

Von der Funktion zur Mode  

1875 kam die so genannte Cowboy-Mode auf. Plötzlich gab es Westernstiefel aus verschiedenen Lederarten, mit verschiedenen Farben und genähten Applikationen. Dabei stand anfangs dafür nicht die Mode im Vordergrund. Um die Stiefelschäfte zu stabilisieren, vernähte man mehrere Lederschichten und versah diese mit Steppnähten. Das Resultat waren kunstfertige Muster und Farbkombinationen. Abbildungen in den Katalogen dieser Zeit belegen den interessanten Trend der Modeschöpfer, die auch "saddle dandies" genannt wurden.  

Die Herstellung war auch in dieser Zeit noch ausnahmslos Handarbeit und mancher "Bootmaker" wurde durch seine Handwerkskunst berühmt. Pro Monat konnte ein guter Schuster bis zu 12 Paar Cowboystiefel herstellen.  

Die Preise der Westernstiefel rangierten damals zwischen drei und fünf Dollar für ein Paar, abhängig von Leder, Schafthöhe und Hersteller.
 Quelle: http://www.cowboystiefel-shop.de/tipps/historie/entstehung.php

Country Western Turnier-Tanzstiefel

Für den Country Western Turniertanzsport werden spezielle Westernstiefel aus weichem Leder mit Chromledersohlen (weniger Gewicht, größere Flexibilität und leichtes Drehen) angeboten.

Stichwort Chromledersohle:

Die Oberfläche der Rauledersohlen wird durch die Beanspruchung auf dem (gewachsten) Tanzparkett und die Aufnahme von Staubpartikeln im Laufe der Zeit immer glatter und rutschiger. Um dem entgegenzuwirken werden diese Sohlen deshalb gelegentlich mittels Bürsten mit gebogenen Metallborsten (spezielle Drahtbürsten) aufgeraut und/oder mit Raulederbürsten entstaubt. Dabei werden die die Lederfaser verbackenden feinen Schmutzpartikel entfernt und die oberflächlichen Lederfasern aufgestellt wodurch die Sohle wieder griffiger wird. Da chromgegerbte Leder stark Flüssigkeit aufnehmen, kann auch durch Ölen oder Befeuchten der Sohle mit Wasser die Griffigkeit erhöht werden (Einverständnis des Tanzbodeneigentümers einholen).

Wenn man Line Dancing oder andere Formen des Western Tanzes als Hobby betreibt, gilt keine spezielle Kleiderordnung (Für Profi Tänzer beim Turnier sind bestimmte Western Boots teilweise vorgeschrieben) und jeder kann das passende Tanz Schuhwerk wählen. Für echte Profis und Liebhaber gehören zum Country Tanz natürlich Westernstiefel, Gürtel mit dekorativer Schnalle, Bolotie (eine Art Krawatte aus Lederschnur) und Cowboyhut dazu.

Doch im Prinzip gilt: Man kann jeden Schuh oder Stiefel tragen mit dem man tanzen kann, doch die meisten legen trotzdem auf folgende Punkte Wert:

  • Der Line Dance Schuh / Line Dance Tanzschuh sollte viel Halt bieten
  • Er sollte dem Western / Cowboy Stil entsprechen
  • Er sollte eine robuste und rutschfeste Ledersohle haben
  • Schuhe oder Stiefel mit Gummisohlen sowie Barfuß oder offene Schuhe sind tabu
  • Die Absätze der Line Dance Schuhe / Line Dance Tanzschuhe sollten niemals zu hohe Absätze haben, es sei denn man ist sich sicher, darin wirklich gut tanzen zu können
  • Er sollte insgesamt zwar modisch aber sehr bequem sein




Quelle: Linedancefiebel

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